Ein weiterer Tavernenbesuch war für Freitag abgemacht gewesen, noch einmal um die beiden Geburtstage zu feiern. Für Samstag hatten wir einen Trip nach Chalkidiki vereinbart, für den wir schon gegen 9 Uhr hätten aufstehen sollen.
Antonia und ich gingen jedoch nach der Taverne noch nicht heim, sondern feierten – trotzdem wir schon genug Wein gehabt hatten – mit den anderen in 2 Bars weiter. Zwar war die letztere auch nicht so wirklich nach unserem Geschmack, aber irgendwie verging die Zeit doch recht schnell und als ich schließlich irgendwann irgendwie wieder daheim angekommen war und auf die Uhr sah, war es halb 5 Uhr morgens.
Shame on us L: wir pennten statt um 9 Uhr aufzustehen – bis zum Nachmittag, während Benthe und Bettina auf uns warteten :-/ ... Irgendwann am Nachmittag kam Antonia zu meinem Zimmer – ich war gerade aufgestanden – wir redeten kurz und dann legte ich mich wieder hin und schlief bis zum Abend weiter – obwohl ich doch eigentlich schon mal anfangen wollte, Griechisch für unser Examen am kommenden Mittwoch zu lernen. Daraus wurde nichts. Das einzige, was wir noch fertigbrachten, war, uns von einer Finnin eine DVD mit Serien auszuleihen und so den Abend vor dem Laptop – fernsehend – zu verbringen.
Auf Benthes Homepage sah ich dann die Fotos... Chalkidiki im Schnee... In Thessaloniki hatten wir zwar intensiven Wind – richtig stürmisch – die Schneeflocken waren aber fast zu klein, um sie wirklich als Schnee zu bezeichnen.
Der Sonntag war fast eben so verschlafen, denn auch wenn die Sonne schien, es war auf Grund des Windes eisig kalt und außer einem kurzen Spaziergang verbrachten wir die meiste Zeit wieder im Heim. Sahen uns weiter die Serien an und gingen am Abend los, einen Shop zu suchen, wo man Pizza bekam. Zwar gab’s reichlich Straßenverkäufe mit Tiropita, Gyros, usw... aber wir bildeten uns ja unbedingt Pizza ein ;-). Hatten sie endlich, liefen in der Kälte zurück und wieder zurück zum Fernsehen. Dass Bettina und Benthe echt sauer auf uns waren, konnten wir ihnen echt nicht verübeln und die Entschuldigungen waren ernst gemeint, gerade da es Bettinas letztes Wochenende in Thessaloniki war.
Mittwoch, 20. Februar 2008
Sonntag, 17. Februar 2008
Kochabend...
- Nachtrag zum 13. Februar 2008 -
Eine Woche mit 2 Geburtstagen: Marian und Mauro. Unsere Estin Helene kam dann irgendwie auf die Idee, das ganze gleich zu einem Kochabend zu machen: Mit Beteiligung aus jedem Land. Von der anfänglichen Begeisterung über diese Idee war dann nach bald nicht mehr viel über, vielmehr Beschwerden, weil niemand wusste, was er/sie kochen sollte.
Grummelnd begaben sich die ersten zu den Supermärkten. Auch ich hatte erst mal keine Ahnung und musste dann feststellen, dass sich alles „typisch“ österreichische nicht wirklich zum Zubereiten eignete (vor allem nicht in UNSERER Küche!). Die erste Überlegung, Schnitzel zu machen (was sogar ich noch hinbekommen sollte), konnte ich ohnehin gleich wieder verwerfen: Abgesehen davon, so viel Fleisch für so viele Leute zu kaufen, wobei wieder nicht abzuschätzen war, wer eigentlich überhaupt was wollte und Schnitzel ist ja dann doch ein ganzes Hauptgericht! Blieben noch Apfelstrudel, Kaiserschmarrn (*wääääh*) und Sachertorte...
Da meine eigenen Präferenzen eindeutig Richtung Sachertorte tendierten, entschloss ich mich für diese, soweit es mir möglich sein sollte, sämtliche Zutaten aufzutreiben...
Das Rezept holte ich mir schnell telefonisch von Mama ;-) Und dann stand mein erster, ernsthafter Kochversuch bevor (bis jetzt hatte ich es trotz 2 Jahren alleine wohnen noch nicht geschafft, wirklich etwas alleine zu kochen – kein Schnitzel und geschweige zu reden von einer Torte!). Bis auf das Marzipan für die Dekoration hatte ich dann auch wirklich alles bekommen und stand dann mit Antonia in der Küche – bereit für unser Experiment. Vorerst schien einmal fast alles gut zu laufen, abgesehen davon, dass das mit dem Eiertrennen nicht so ganz hinhaute und wir recht kreativ daran gingen, die zum Eiklar gefallenen Dottertropfen wieder rauszufiseln. Es klappte dann aber doch, den Schnee zu mixen, mit dem Rest der Teigzubereitung gab es auch keine Probleme mehr.
Als es dann aber dazu kam, den Teig in die Form zu gießen, schauten wir mal ein bisschen blöd: die Form war nämlich viel zu groß und der Teig bedeckte den Boden nicht einmal 2 Finger dick. Ein wenig betreten und auf das Schlimmste gefasst stellten wir die Backform mal in den Ofen, in der Hoffnung, dass der Teig vielleicht doch noch ein bisschen aufgehen würde. Und dann verzogen wir uns auf unsere Zimmer. Hätte mich Antonia nicht im Skype angeschrieben und nach dem Kuchen gefragt, hätte ich ihn vermutlich eh wieder drin vergessen. Der gesamte 7. Stock roch zwar schon nach Kuchen, verbrannt war er aber Gott sei Dank noch nicht. Zum Prüfen, ob er schon durchwar, hatte ich natürlich kein Holzsteckerl dabei... stattdessen nahm ich einen Bleistift her (sorgte im Nachhinein noch für Erheiterung, weil das Loch natürlich dementsprechend groß war dann und ich gefragt wurde, ob ich denn versucht hätte, da was „rauszusessen“). Also noch mal für 10 Minuten rein ins Rohr. Der Kuchen war wirklich noch aufgegangen. Sehr zu meiner Freude. Weniger zu meiner Freude war allerdings die Form, die er angenommen hatte, die Form war nämlich leicht gekippt, weil sie nicht ganz gerade in unser verdrecktes Backrohr gepasst hatte, und deswegen war der Kuchen auf der einen Seite ca. doppelt so hoch wie auf der anderen. Das war, als ich mich entgültig entschloss, dieses Missgeschick durch Dekoration wettzumachen.
Zusammen mit Antonia glasierten wir unsere Schöpfung mit Schokolade, woraufhin es – bis auf die Schieflage – schon ziemlich nach Sachertorte aussah. Und ich machte mich noch einmal auf den Weg zu den Supermärkten, von denen es in unserer Vassilissis Olgas Straße ja genug gibt – auf der Suche nach Marzipan. Wurde aber einigermaßen enttäuscht. Rittersport-Marzipanschokolade in jedem Geschäft, Marzipanrohmasse konnte ich aber nicht finden (auch nicht, wenn ich die Angestellten gefragt habe – ja, ich habe gefragt!!! ;-) ). Immerhin bekam ich Erdbeeren... Experimentell veranlagt kaufte ich schließlich doch eine Tafel Rittersport und machte mich zurück im Heim daran, die Schoko Außenrum runterzukletzeln und das Marzipan herauszubekommen. Die Masse war allerdings ziemlich grob, sodass es mich beim Rosenformen gescheit herfeigelte (vermutlich wieder ein Wort, über das sich meine Deutschen Leser/innen amüsieren). Mit 4 Rosen und 2 Erdbeeren verziert sah dann auch die Schieflage nicht mehr so schlimm aus.
Die Gerichte, die an diesem Abend auf den Tisch kamen, waren echt großartig! Trotz der vorläufigen Frustration, hatten eigentlich alle toll was hinbekommen!!! Deutscher Kartoffelsalat (das Kochen der Kartoffel in unserer Küche war auch zu einer Monsteraufgabe mutiert), italienische Pasta, türkisches Omelett, viele Brote mit Aufstrichen (estisch), tschechisches (slovakisches) Bier, finnische Pancakes,...
Die Sachertorte wurde zur Geburtstagstorte und von Marian angeschnitten. Ich hatte. allerdings inzwischen keinen Hunger mehr (zu viel Schoko gerochen) und legte ein Stück zur Seite).Da am nächsten Tag wieder Sprachkurs anstand, war ich mal ausnahmsweise nicht bei denen dabei, die am längsten blieben... J
Eine Woche mit 2 Geburtstagen: Marian und Mauro. Unsere Estin Helene kam dann irgendwie auf die Idee, das ganze gleich zu einem Kochabend zu machen: Mit Beteiligung aus jedem Land. Von der anfänglichen Begeisterung über diese Idee war dann nach bald nicht mehr viel über, vielmehr Beschwerden, weil niemand wusste, was er/sie kochen sollte.
Grummelnd begaben sich die ersten zu den Supermärkten. Auch ich hatte erst mal keine Ahnung und musste dann feststellen, dass sich alles „typisch“ österreichische nicht wirklich zum Zubereiten eignete (vor allem nicht in UNSERER Küche!). Die erste Überlegung, Schnitzel zu machen (was sogar ich noch hinbekommen sollte), konnte ich ohnehin gleich wieder verwerfen: Abgesehen davon, so viel Fleisch für so viele Leute zu kaufen, wobei wieder nicht abzuschätzen war, wer eigentlich überhaupt was wollte und Schnitzel ist ja dann doch ein ganzes Hauptgericht! Blieben noch Apfelstrudel, Kaiserschmarrn (*wääääh*) und Sachertorte...
Da meine eigenen Präferenzen eindeutig Richtung Sachertorte tendierten, entschloss ich mich für diese, soweit es mir möglich sein sollte, sämtliche Zutaten aufzutreiben...
Das Rezept holte ich mir schnell telefonisch von Mama ;-) Und dann stand mein erster, ernsthafter Kochversuch bevor (bis jetzt hatte ich es trotz 2 Jahren alleine wohnen noch nicht geschafft, wirklich etwas alleine zu kochen – kein Schnitzel und geschweige zu reden von einer Torte!). Bis auf das Marzipan für die Dekoration hatte ich dann auch wirklich alles bekommen und stand dann mit Antonia in der Küche – bereit für unser Experiment. Vorerst schien einmal fast alles gut zu laufen, abgesehen davon, dass das mit dem Eiertrennen nicht so ganz hinhaute und wir recht kreativ daran gingen, die zum Eiklar gefallenen Dottertropfen wieder rauszufiseln. Es klappte dann aber doch, den Schnee zu mixen, mit dem Rest der Teigzubereitung gab es auch keine Probleme mehr.
Als es dann aber dazu kam, den Teig in die Form zu gießen, schauten wir mal ein bisschen blöd: die Form war nämlich viel zu groß und der Teig bedeckte den Boden nicht einmal 2 Finger dick. Ein wenig betreten und auf das Schlimmste gefasst stellten wir die Backform mal in den Ofen, in der Hoffnung, dass der Teig vielleicht doch noch ein bisschen aufgehen würde. Und dann verzogen wir uns auf unsere Zimmer. Hätte mich Antonia nicht im Skype angeschrieben und nach dem Kuchen gefragt, hätte ich ihn vermutlich eh wieder drin vergessen. Der gesamte 7. Stock roch zwar schon nach Kuchen, verbrannt war er aber Gott sei Dank noch nicht. Zum Prüfen, ob er schon durchwar, hatte ich natürlich kein Holzsteckerl dabei... stattdessen nahm ich einen Bleistift her (sorgte im Nachhinein noch für Erheiterung, weil das Loch natürlich dementsprechend groß war dann und ich gefragt wurde, ob ich denn versucht hätte, da was „rauszusessen“). Also noch mal für 10 Minuten rein ins Rohr. Der Kuchen war wirklich noch aufgegangen. Sehr zu meiner Freude. Weniger zu meiner Freude war allerdings die Form, die er angenommen hatte, die Form war nämlich leicht gekippt, weil sie nicht ganz gerade in unser verdrecktes Backrohr gepasst hatte, und deswegen war der Kuchen auf der einen Seite ca. doppelt so hoch wie auf der anderen. Das war, als ich mich entgültig entschloss, dieses Missgeschick durch Dekoration wettzumachen.
Zusammen mit Antonia glasierten wir unsere Schöpfung mit Schokolade, woraufhin es – bis auf die Schieflage – schon ziemlich nach Sachertorte aussah. Und ich machte mich noch einmal auf den Weg zu den Supermärkten, von denen es in unserer Vassilissis Olgas Straße ja genug gibt – auf der Suche nach Marzipan. Wurde aber einigermaßen enttäuscht. Rittersport-Marzipanschokolade in jedem Geschäft, Marzipanrohmasse konnte ich aber nicht finden (auch nicht, wenn ich die Angestellten gefragt habe – ja, ich habe gefragt!!! ;-) ). Immerhin bekam ich Erdbeeren... Experimentell veranlagt kaufte ich schließlich doch eine Tafel Rittersport und machte mich zurück im Heim daran, die Schoko Außenrum runterzukletzeln und das Marzipan herauszubekommen. Die Masse war allerdings ziemlich grob, sodass es mich beim Rosenformen gescheit herfeigelte (vermutlich wieder ein Wort, über das sich meine Deutschen Leser/innen amüsieren). Mit 4 Rosen und 2 Erdbeeren verziert sah dann auch die Schieflage nicht mehr so schlimm aus.
Die Gerichte, die an diesem Abend auf den Tisch kamen, waren echt großartig! Trotz der vorläufigen Frustration, hatten eigentlich alle toll was hinbekommen!!! Deutscher Kartoffelsalat (das Kochen der Kartoffel in unserer Küche war auch zu einer Monsteraufgabe mutiert), italienische Pasta, türkisches Omelett, viele Brote mit Aufstrichen (estisch), tschechisches (slovakisches) Bier, finnische Pancakes,...
Die Sachertorte wurde zur Geburtstagstorte und von Marian angeschnitten. Ich hatte. allerdings inzwischen keinen Hunger mehr (zu viel Schoko gerochen) und legte ein Stück zur Seite).Da am nächsten Tag wieder Sprachkurs anstand, war ich mal ausnahmsweise nicht bei denen dabei, die am längsten blieben... J
Donnerstag, 14. Februar 2008
το βραδυ στιν Θεσσαλονικη - Ein Abend in Thessaloniki
Nachdem der Tag mit dem Ausflug nach Dion schon so geglückt war, setzten wir mit unserem Abendprogramm noch eines drauf.
Wir fanden uns wieder bei Benthe ein und wieder folgte eine ausgiebige Diskussion, wohin wir denn jetzt gehen werden. Die unterschiedlichen Musikgeschmäcke sind dabei nicht gerade hilfreich, aber wenigstens sind wir uns darüber einig, nicht (zu viel) Eintritt für einen Club zu bezahlen, der uns dann vielleicht gar nicht gefällt. Dabei sind unsere griechischen Begleiter eigentlich immer recht geduldig und überlassen die Auswahl uns, wenn sie mit ihrer beratenden Funktion eingebunden werden.
Diesmal entschieden wir uns für einen gewissen „Mo“-Club, in dem wir dann bis ca. 2 Uhr blieben, bis Antionia und ich uns entschieden heimgehen zu wollen. Nach einem Besuch in einer Souvladzisiko (Souvlaki-Bude) – ich hatte schon so Hunger – bot uns Jannis an, zu ihm zu gehen und er würde uns dann ins Efxinos Leschi heimfahren. Gesagt getan – und gleichzeitig bekamen wir noch eine Einladung für den nächsten Tag zum Mittagessen. Wir sagten einmal zu. Am nächsten Morgen kam ein Anruf von Benthe, ob wir nicht mit Bettinas Auto nach Chalkidiki fahren wollen, Antonia und ich sollen uns beeilen und in die Stadt kommen. Ok, aufgestanden, fertiggemacht, natürlich kommt wieder kein Bus... (Die tolle Nummer 8 ist uns inzwischen schon sehr verhasst). Endlich Bus nach einer halben Stunde Wartezeit, angekommen, gehen wir zum Matsi-Wohnheim... Als wir endlich mit Bettina und Benthe zusammentreffen sind fast 2 Stunden vergangen, es ist halb drei Uhr nachmittags und eine Fahrt nach Chalkidiki zahlte sich nicht mehr aus. Schnell umgeplant machten wir uns kurz darauf alle 4 auf den Weg zu Jannis
Wohnung und kamen dabei in den Genuss, das „griechische Parken“ mal so richtig griechisch zu erleben: Unmöglich, noch auf den breiten Gehsteigen gehen zu können, da diese VOLLSTÄNDIG verparkt sind. Muss man eben auf die Straße ausweichen (à Lebensgefahr). Besonders grotesk fand ich die zugeparkten Kreuzungen... ich wäre als Autofahrer nie auf die Idee gekommen, dass eine Kreuzung noch leicht Platz bietet, ca. 4 Autos in die Mitte zu parken. Nun gut: Normalzustand ist DAS (das Parken auf Kreuzungen) nicht (das Parken auf Gehsteigen dagegen schon). Aber es fanden ja auch eine Messe und ein Fußballspiel statt. Also mal beide Augen zudrücken...
Das Essen und überhaupt: der ganze (Nach-)mittag war echt toll: mal entspannend und nicht stressig, mal Griechen und nicht Internationals um uns herum, mal nur Deutsch, Englisch und ein paar Wörter Griechisch und nicht noch 3 andere Sprachen dazugemischt...
Während des Essens kam uns die Idee, noch ins Kino zu fahren, und so geschah es denn auch: Jannis fuhr mit uns ins Mediterrean Cosmos, als Dankeschön fürs gute Essen und den "Fahrdienst"übernahmen wir seine Kinokarte ("let's do it the German-way this time!"). Ein wenig vor den Kopf geschlagen musste ich dann feststellen, dass wir uns mit "Sweeney Todd" einen Musical-Film ausgesucht hatten doch nachdem ich zuerst ziemlich abgeneigt war, war er schließendlich doch nicht so schlecht, auch wenn, wie die anderen meinten, ein bisschen zu viel Blut floss...
Ein tolles Wochenende, das mich wieder erfolgreich vom Lernen abgehalten hatte ;-)
Wir fanden uns wieder bei Benthe ein und wieder folgte eine ausgiebige Diskussion, wohin wir denn jetzt gehen werden. Die unterschiedlichen Musikgeschmäcke sind dabei nicht gerade hilfreich, aber wenigstens sind wir uns darüber einig, nicht (zu viel) Eintritt für einen Club zu bezahlen, der uns dann vielleicht gar nicht gefällt. Dabei sind unsere griechischen Begleiter eigentlich immer recht geduldig und überlassen die Auswahl uns, wenn sie mit ihrer beratenden Funktion eingebunden werden.
Diesmal entschieden wir uns für einen gewissen „Mo“-Club, in dem wir dann bis ca. 2 Uhr blieben, bis Antionia und ich uns entschieden heimgehen zu wollen. Nach einem Besuch in einer Souvladzisiko (Souvlaki-Bude) – ich hatte schon so Hunger – bot uns Jannis an, zu ihm zu gehen und er würde uns dann ins Efxinos Leschi heimfahren. Gesagt getan – und gleichzeitig bekamen wir noch eine Einladung für den nächsten Tag zum Mittagessen. Wir sagten einmal zu. Am nächsten Morgen kam ein Anruf von Benthe, ob wir nicht mit Bettinas Auto nach Chalkidiki fahren wollen, Antonia und ich sollen uns beeilen und in die Stadt kommen. Ok, aufgestanden, fertiggemacht, natürlich kommt wieder kein Bus... (Die tolle Nummer 8 ist uns inzwischen schon sehr verhasst). Endlich Bus nach einer halben Stunde Wartezeit, angekommen, gehen wir zum Matsi-Wohnheim... Als wir endlich mit Bettina und Benthe zusammentreffen sind fast 2 Stunden vergangen, es ist halb drei Uhr nachmittags und eine Fahrt nach Chalkidiki zahlte sich nicht mehr aus. Schnell umgeplant machten wir uns kurz darauf alle 4 auf den Weg zu Jannis
Wohnung und kamen dabei in den Genuss, das „griechische Parken“ mal so richtig griechisch zu erleben: Unmöglich, noch auf den breiten Gehsteigen gehen zu können, da diese VOLLSTÄNDIG verparkt sind. Muss man eben auf die Straße ausweichen (à Lebensgefahr). Besonders grotesk fand ich die zugeparkten Kreuzungen... ich wäre als Autofahrer nie auf die Idee gekommen, dass eine Kreuzung noch leicht Platz bietet, ca. 4 Autos in die Mitte zu parken. Nun gut: Normalzustand ist DAS (das Parken auf Kreuzungen) nicht (das Parken auf Gehsteigen dagegen schon). Aber es fanden ja auch eine Messe und ein Fußballspiel statt. Also mal beide Augen zudrücken...Das Essen und überhaupt: der ganze (Nach-)mittag war echt toll: mal entspannend und nicht stressig, mal Griechen und nicht Internationals um uns herum, mal nur Deutsch, Englisch und ein paar Wörter Griechisch und nicht noch 3 andere Sprachen dazugemischt...
Während des Essens kam uns die Idee, noch ins Kino zu fahren, und so geschah es denn auch: Jannis fuhr mit uns ins Mediterrean Cosmos, als Dankeschön fürs gute Essen und den "Fahrdienst"übernahmen wir seine Kinokarte ("let's do it the German-way this time!"). Ein wenig vor den Kopf geschlagen musste ich dann feststellen, dass wir uns mit "Sweeney Todd" einen Musical-Film ausgesucht hatten doch nachdem ich zuerst ziemlich abgeneigt war, war er schließendlich doch nicht so schlecht, auch wenn, wie die anderen meinten, ein bisschen zu viel Blut floss...
Ein tolles Wochenende, das mich wieder erfolgreich vom Lernen abgehalten hatte ;-)
Exkursion Dion und Litohoro
Unser letzter Trip war zu den archäologischen Sehenswürdigkeiten von Dion, am Fuß des Olymp gelegen existiert dort eine größere Anlage mit Ausgrabungen, sowohl aus antik griechischer als später römischer Zeit. Dabei weckte das größte Interesse und Aufregung ein Tier gleich am Anfang: Die Debatten, um was es sich genau handelte, verliefen ohne Ergebnis, da zwar jeder Mutmaßungen in seiner Sprache anstellte, die Begriffe im Englischen aber nicht wirklich geläufig waren. Nachdem wir mal übereingekommen waren, dass es kein Biber sein konnte – der Schwanz war nicht buschig – ging die nächste Überlegung richtung „Bisamratte“. Ca 40 cm lang mit einem glatten Schwanz rannte das Tier direkt neben uns im hohen Gras herum, um die Halme zu fressen und hatte dabei keine Scheu, auch wenn wir auf fast einen Meter nahe kamen. Helenas „Komisch, dass das überhaupt keine Angst hat!?!?“ wurde begleitet von Stefanos „It’s dangerous, it’s dangerous... stay away!“. Für ein paar Bilder konnte ich einer Annäherung aber doch nicht widerstehen und unbehelligt verzog ich mich mit der Gruppe zu den antiken Steinen und das Tier in sein Gestrüpp. Ich war echt froh um meine Daunenjacke, Antonia hatte ihren Schal vergessen weswegen ich ihr meinen gab, da sie nur eine dünne Jacke anhatte. Und wieder fragten wir uns: sind denn gewisse Personen (aus einem anderen Sprachkurs) nicht Kälteempfindlich, wenn die da mit einem Minirock, dünner Strumpfhose und darüber einem dünnen Mantel, der gerade mal knapp über den Minirock geht und der mehr Modeaccessoire denn Kälteprotektor ist, herumläuft. 
Beim Besuch eines weiteren Museums verwunderte es mich wieder, dass die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Ausgrabungsstücke so minimal sind. Da stehen diese Statuen einfach so im Raum rum, kein abgrenzendes Band herum... Sodass jeder daran anstoßen oder anfassen könnte.
Anschließend an den Museumsbesuch folgte ein Aufenthalt im Ort Litohoro, der uns – im Gegensatz zu Drama, wo wir uns die Freizeit echt hätten sparen können – sehr gut gefiel. Gerade, da es hier mal endlich die Gelegenheit gab, eigenständig einen kleinen Weg entlangzugehen, der aus dem Ort heraus und in einen kleinen Canyon führte.
Dabei passierten wir einen griechischen Friedhof, der uns in seinem Aufbau und Gestaltung so fremd war, dass wir hineingingen und uns die Gräber besahen, sowie einige Fotos machten. Die Gräber – allesamt weiß und nicht in den Boden gegraben, sondern auf den Boden aufgesetzt – waren eigentlich allesamt relativ neu – kaum welche, die über 10 Jahre begraben lagen. Und intensiv mit Blumen geschmückt, was ein buntes Bild ergab.
Weiter ging unsere kleine Wanderung, die ich mit Bettina und Antonia antrat – in die Schlucht. Die war echt schön, leider viel zu kurz L, sodass wir nach ca. 10 min Wanderung das Ende erreichten, an dem ein kleiner Wasserfall toste. Da wir von den über 2 Stunden Freizeit gerade mal eine aufgebraucht hatten, gingen wir auch noch den anderen Weg entlang, der am Anfang gleich mal bergauf führte, und auf dem wir nach wenigen hundert Metern einen tollen Blick aufs Meer hatten. Es war da auch eine Art Aussichtspunkt, wo auch ein Grieche saß, der uns
bedeutete, Styroporunterleger zum draufsitzen zu verwenden. Bettina packte Gummibären aus und wir genossen die Aussicht, bevor auch wir uns wieder auf den Rückweg machten und in ein Kaffee gingen, in dem wir Heiße Schokolade bestellten, die allerdings angebrannt war und von Bettina reklamiert wurde. Als dann endlich die frische Portion da war, war unsere Freizeit eigentlich auch schon abgelaufen und (ausgerechnet) die Italiener (sonst immer die Letzten) waren dafür verantwortlich, zu melden, dass wir ein bisschen später kommen werden ...
Beim Besuch eines weiteren Museums verwunderte es mich wieder, dass die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Ausgrabungsstücke so minimal sind. Da stehen diese Statuen einfach so im Raum rum, kein abgrenzendes Band herum... Sodass jeder daran anstoßen oder anfassen könnte.
Anschließend an den Museumsbesuch folgte ein Aufenthalt im Ort Litohoro, der uns – im Gegensatz zu Drama, wo wir uns die Freizeit echt hätten sparen können – sehr gut gefiel. Gerade, da es hier mal endlich die Gelegenheit gab, eigenständig einen kleinen Weg entlangzugehen, der aus dem Ort heraus und in einen kleinen Canyon führte.
Dabei passierten wir einen griechischen Friedhof, der uns in seinem Aufbau und Gestaltung so fremd war, dass wir hineingingen und uns die Gräber besahen, sowie einige Fotos machten. Die Gräber – allesamt weiß und nicht in den Boden gegraben, sondern auf den Boden aufgesetzt – waren eigentlich allesamt relativ neu – kaum welche, die über 10 Jahre begraben lagen. Und intensiv mit Blumen geschmückt, was ein buntes Bild ergab.
Weiter ging unsere kleine Wanderung, die ich mit Bettina und Antonia antrat – in die Schlucht. Die war echt schön, leider viel zu kurz L, sodass wir nach ca. 10 min Wanderung das Ende erreichten, an dem ein kleiner Wasserfall toste. Da wir von den über 2 Stunden Freizeit gerade mal eine aufgebraucht hatten, gingen wir auch noch den anderen Weg entlang, der am Anfang gleich mal bergauf führte, und auf dem wir nach wenigen hundert Metern einen tollen Blick aufs Meer hatten. Es war da auch eine Art Aussichtspunkt, wo auch ein Grieche saß, der uns
- Es war auf jeden Fall ein schöner Abschluss unserer gemeinsamen Sprachkurstrips!!! -
Freitag, 8. Februar 2008
Tavernenbesuch
Ich denke, es wird wieder Zeit für einen neuen Bericht J
Leider war ich am Wochenende wieder nicht dazu gekommen, die Griechischvokabel zu lernen, und das hing mir nun die ganze Woche nach. (Aber für dieses Wochenende habe ich es mir ja wieder fix vorgenommen ;-) ).
Unser Portugiese Miguel hatte am Samstag Geburtstag gehabt, das „Nachfeiern“ wurde auf Mittwoch gelegt und für einen Tavernenbesuch bestimmt. Ich habe keine Ahnung, wie viele Leute wir dann im Endeffekt dann waren, außer unserem gesamten Sprachkurs nämlich fast noch einmal so viele Leute aus unserem Heim und dazu noch sonstige Freunde.
Der Treffpunkt war auf 21:00 Uhr an der Aristotelesplatz festgelegt worden („WO GENAU am Aristotelesplatz? Der ist ja groß!“ „Keine Ahnung...unten am Meer...“), und wir „Deutschsprachigen“ beschlossen, uns schon vorher inBenthes Wohnung zu treffen, die nicht zu weit vom Aristotelesplatz entfernt war, bevor wir zu einem Spaziergang an der Promenade entlang aufbrachen. Kurz vor dem Levkos Pirgos (Weißen Turm) drehten wir wieder um und gingen zum vermeintlichen Treffpunkt am MEER zurück. Natürlich war niemand da. Ich versuchte, drei Leute aus meinem Sprachkurs anzurufen und natürlich nahm niemand ab. Wir gingen nun doch den Platz hinauf in Richtung der Hauptstraße und prompt klingelte das Handy. „Where are you?“ “We are walking up the Square. Where are you?” “At the post office”. Die natürlich nicht am Meer sondern genau am oberen Ende des Platzes war. Südeuropäer, Orts- und vor allem Zeitangaben – das klappt halt einfach nicht so, wie man es sich wünscht ;-). Gleich darauf läutete das Handy noch mal, und noch mal und noch mal und noch mal, irrsinnigerweise riefen plötzlich auch die Leute an, die direkt nebeneinander standen und eigentlich mitbekommen haben müssten, dass alles geklärt war.
Endlich in der Taverne – mit einem Riesenhunger – gaben wir die Bestellung auf. Bestellt wurde eine reiche Auswahl an Gerichten und dann wurde nach dem Prinzip „jeder langt zu“ gegessen, was auch wirklich super klappte. Das Essen war ausgezeichnet, der Wein auch und die Stimmung auch. Salate und Dips zur Vorspeise, Fleisch, Steaks, Fleischleibchen und Pommes, Kalamariringe und Oktopus. Gegen ein Uhr verließen wir die Taverne und der Großteil ging nach Hause, Antonia und ich blieben beim kleineren Teil, der sich aufmachte, um noch weiterzufeiern. Wir liefen mal eine Weile und landeten dann bei einer pumpvollen Bar, die aber lateinamerikanische Livemusik spielte und da es ohnehin recht warm war, die Türen offen blieben und draußen auch Stühle waren, blieben wir gleich da für ich denke ca. eine Stunde.
Der Rückweg war ein bisschen anstrengend. Wir waren zu Dritt: Antonia, der Este und ich. Und eigentlich wollten wir ja – Karl zuliebe – ein Taxi nehmen, um heimzufahren. Wir erwischten allerdings keines und liefen somit einfach mal weiter in Richtung Heim, in der Hoffnung, unterwegs noch irgendwo eines aufzugabeln. War natürlich nicht der Fall, also liefen wir ca. eine Stunde heim, unterbrochen immer wieder durch Einlagen, wie dass Antonia unbedingt eine Orange von den Orangenbäumen, die oft in den Gehsteigen eingepflanzt sind, haben wollte, da die verbleibenden aber oben in der Krone waren, versuchte Karl, sie hinaufzuheben, was aber auch nicht gelang. Im Endeffekt bekam sie nur eine grüne. Dann meinte Karl, er sei zu müde zum Laufen und er wolle sich jetzt da einfach IRGENDWO hinlegen – in einen Hauseingang, oder ans Meer, der Promenade entlang, oder zu den streunenden Hunden. Also wieder zusätzlicher Kraftaufwand, ihn weiterzubewegen. Ein Schnellimbissstand rettete uns zwischenzeitlich, als er sich ein Hot Dog besorgen konnte. „How far is it to the dormitory?“ “Not so far, just about 15 minutes”. Meine Zeitangaben wären prinzipiell zwar korrekt gewesen, aber unter den erschwerten Umständen, mit denen wir zu kämpfen hatten, wurden aus den 15 Minuten mal sicher eine halbe Stunde...
Ich kam auf mein Zimmer zurück und stellte den Wecker. Knapp 5 Stunden Schlaf wären mir noch geblieben. Das wäre zwar weiter nicht so schlimm gewesen, allerdings hatte ich schon jetzt das Gefühl, ich werde in der Früh keine besondere Motivation verspüren, in den Unterricht zu gehen. Also schaltete ich den Wecker wieder ab und schlief mich am nächsten Morgen so einigermaßen aus. Gefehlt hatte ich bisher ja ohnehin noch nie, und am Nachmittag standen ja auch noch die Cultural Lessons über 3 Stunden zum Thema „Politeness in Greek“ an.
Die war im Übrigen ziemlich interessant, gerade als Kulturwissenschaftsstudent, und es wurde mir wieder mal bewusst, wie viele Dinge misinterpretiert werden können...
Nun sind wir am Ende der 4. Woche angekommen – und damit bei Seite 151 im Griechischlehrbuch. Dass wir das ganze Buch noch fertig bekommen, daran zweifeln wir zwar inzwischen stark, aber weiter als der Sommer-EILC sind wir bereits jetzt! (Die haben es in den 6 Wochen EILC nämlich insgesamt nur bis Kapitel 12 geschafft und wir sind bereits bei 15).
Leider war ich am Wochenende wieder nicht dazu gekommen, die Griechischvokabel zu lernen, und das hing mir nun die ganze Woche nach. (Aber für dieses Wochenende habe ich es mir ja wieder fix vorgenommen ;-) ).
Unser Portugiese Miguel hatte am Samstag Geburtstag gehabt, das „Nachfeiern“ wurde auf Mittwoch gelegt und für einen Tavernenbesuch bestimmt. Ich habe keine Ahnung, wie viele Leute wir dann im Endeffekt dann waren, außer unserem gesamten Sprachkurs nämlich fast noch einmal so viele Leute aus unserem Heim und dazu noch sonstige Freunde.
Der Treffpunkt war auf 21:00 Uhr an der Aristotelesplatz festgelegt worden („WO GENAU am Aristotelesplatz? Der ist ja groß!“ „Keine Ahnung...unten am Meer...“), und wir „Deutschsprachigen“ beschlossen, uns schon vorher inBenthes Wohnung zu treffen, die nicht zu weit vom Aristotelesplatz entfernt war, bevor wir zu einem Spaziergang an der Promenade entlang aufbrachen. Kurz vor dem Levkos Pirgos (Weißen Turm) drehten wir wieder um und gingen zum vermeintlichen Treffpunkt am MEER zurück. Natürlich war niemand da. Ich versuchte, drei Leute aus meinem Sprachkurs anzurufen und natürlich nahm niemand ab. Wir gingen nun doch den Platz hinauf in Richtung der Hauptstraße und prompt klingelte das Handy. „Where are you?“ “We are walking up the Square. Where are you?” “At the post office”. Die natürlich nicht am Meer sondern genau am oberen Ende des Platzes war. Südeuropäer, Orts- und vor allem Zeitangaben – das klappt halt einfach nicht so, wie man es sich wünscht ;-). Gleich darauf läutete das Handy noch mal, und noch mal und noch mal und noch mal, irrsinnigerweise riefen plötzlich auch die Leute an, die direkt nebeneinander standen und eigentlich mitbekommen haben müssten, dass alles geklärt war.
Endlich in der Taverne – mit einem Riesenhunger – gaben wir die Bestellung auf. Bestellt wurde eine reiche Auswahl an Gerichten und dann wurde nach dem Prinzip „jeder langt zu“ gegessen, was auch wirklich super klappte. Das Essen war ausgezeichnet, der Wein auch und die Stimmung auch. Salate und Dips zur Vorspeise, Fleisch, Steaks, Fleischleibchen und Pommes, Kalamariringe und Oktopus. Gegen ein Uhr verließen wir die Taverne und der Großteil ging nach Hause, Antonia und ich blieben beim kleineren Teil, der sich aufmachte, um noch weiterzufeiern. Wir liefen mal eine Weile und landeten dann bei einer pumpvollen Bar, die aber lateinamerikanische Livemusik spielte und da es ohnehin recht warm war, die Türen offen blieben und draußen auch Stühle waren, blieben wir gleich da für ich denke ca. eine Stunde.
Der Rückweg war ein bisschen anstrengend. Wir waren zu Dritt: Antonia, der Este und ich. Und eigentlich wollten wir ja – Karl zuliebe – ein Taxi nehmen, um heimzufahren. Wir erwischten allerdings keines und liefen somit einfach mal weiter in Richtung Heim, in der Hoffnung, unterwegs noch irgendwo eines aufzugabeln. War natürlich nicht der Fall, also liefen wir ca. eine Stunde heim, unterbrochen immer wieder durch Einlagen, wie dass Antonia unbedingt eine Orange von den Orangenbäumen, die oft in den Gehsteigen eingepflanzt sind, haben wollte, da die verbleibenden aber oben in der Krone waren, versuchte Karl, sie hinaufzuheben, was aber auch nicht gelang. Im Endeffekt bekam sie nur eine grüne. Dann meinte Karl, er sei zu müde zum Laufen und er wolle sich jetzt da einfach IRGENDWO hinlegen – in einen Hauseingang, oder ans Meer, der Promenade entlang, oder zu den streunenden Hunden. Also wieder zusätzlicher Kraftaufwand, ihn weiterzubewegen. Ein Schnellimbissstand rettete uns zwischenzeitlich, als er sich ein Hot Dog besorgen konnte. „How far is it to the dormitory?“ “Not so far, just about 15 minutes”. Meine Zeitangaben wären prinzipiell zwar korrekt gewesen, aber unter den erschwerten Umständen, mit denen wir zu kämpfen hatten, wurden aus den 15 Minuten mal sicher eine halbe Stunde...

Ich kam auf mein Zimmer zurück und stellte den Wecker. Knapp 5 Stunden Schlaf wären mir noch geblieben. Das wäre zwar weiter nicht so schlimm gewesen, allerdings hatte ich schon jetzt das Gefühl, ich werde in der Früh keine besondere Motivation verspüren, in den Unterricht zu gehen. Also schaltete ich den Wecker wieder ab und schlief mich am nächsten Morgen so einigermaßen aus. Gefehlt hatte ich bisher ja ohnehin noch nie, und am Nachmittag standen ja auch noch die Cultural Lessons über 3 Stunden zum Thema „Politeness in Greek“ an.
Die war im Übrigen ziemlich interessant, gerade als Kulturwissenschaftsstudent, und es wurde mir wieder mal bewusst, wie viele Dinge misinterpretiert werden können...
Bild: Aristotele Square bei Nacht (Absolut Vodka - Werbung)
Nun sind wir am Ende der 4. Woche angekommen – und damit bei Seite 151 im Griechischlehrbuch. Dass wir das ganze Buch noch fertig bekommen, daran zweifeln wir zwar inzwischen stark, aber weiter als der Sommer-EILC sind wir bereits jetzt! (Die haben es in den 6 Wochen EILC nämlich insgesamt nur bis Kapitel 12 geschafft und wir sind bereits bei 15).
Sonntag, 3. Februar 2008
Besuch der Alistrati Cave
Der freie Donnerstag hatte gutgetan, um am Freitag wieder mit allen Sinnen am Sprachkurs teilhaben zu können. Und der Freitag... der brachte die nächste große Heimparty. Diesmal eine "80ies-Party", und wieder war Verkleidung verordnet. Nachdem zunächst große Panik ausgebrochen war, weil keiner genau wusste, was denn wirklich typisch 80ies war, sowie keiner was passendes zum Anziehen hatte, griff man auf "Notlösungen" zurück, die zwar oft nicht wirklcih typisch der Zeit entsprachen, aber durch ihre Originalität trotzdem witzig wirkten. Besonders die mit Kajal geschminkten Augen, sowie die offensichtliche Vorliebe für rosa (oder noch besser gesagt: pinke Kleidungsstücke) unserer Burschen (Italiener) sorgten für Erheiterung.
Natürlich waren wir wieder mit dem guten Vorsatz, nicht zu lange zu bleiben, zur Party gegangen. Denn wieder stand am nächsten Wochenende ein Daytrip an, diesmal zur Alistrati Cave (eine Tropfsteinhöhle) östlich von Thessaloniki. Und noch einmal so etwas zu erleben, wie das Einnicken im Museum bei Vergina, das musste meinem Vorsatz nach nicht mehr sein.
Antonia bekam schließlich einen langen, lila Pullover von mir geborgt, wonach wir beinahe als Zwillinge zur Party kamen. Nach dem Bier brachte ich den Wermut, dem wir anffangs noch etwas skeptisch gegenüberstanden, mit Wasser ordentlich verdünnt schmeckte er dann aber doch nicht so schlecht, unsere beiden Tschechen fanden ihn sogar richtig gut.
Mit Karl, dem Esten aus unserem Sprachkurs und Didem, der Türkin, fand ich mich dann plötzlich in einem höchst politischen Gespräch über Politik, zwischenstaatliche Beziehungen und politische Bedrohungszenarien - vorrangig Estland, Russland und die Türkei und Griechenland betreffend.
Ich denke, es war dann doch bereits gegen halb Drei Uhr in der Nacht, als Dominika, unsere Tschechin, zu mir meinte, sie werde jetzt doch besser ins Bett gehen, um morgen ausgeschlafen zu sein. Vernünftigerweise stimmte ich zu und wir begaben uns auf unsere Zimmer.
Das Aufstehen am nächsten Morgen - um halb Acht Uhr, war zwar mühsam, aber weniger schwer, als ich befürchtet hatte. Glücklicherweise war die Fahrt zu der Höhle knapp über 2 Stunden - die wir auch mit Schlafen verbrachten.
Und dann der Besuch der Tropfsteinhöhle: Der war nämlich wirklich faszinierend, da war all die Müdigkeite vergessen, als wir ca. 1 km durch den Gang geleitet wurden. Irgendwie kam ich mir vor wie in einem Märchen im Reich eines Zwergenköniges unter der Erde, lediglich ein Thron und die Zwerge selbst (vielleicht noch ein paar Edelsteine) fehlten, um das Bild der gliternden, malerisch beleuchteten meterhohen Stalagtiten und Stalagmiten zu ergänzen.
Bild entnommen: www.alistraticave.gr
Der anschließende 2-stündige Aufenthalt in "Drama", der dann folgte, hatte für uns nicht mehr recht viel Reiz. Nach einem Spaziergang durch einen Park, der im Sommer mit seinen Wasserläufen sicher einigen Reiz hat, vor allem, weil man dann auch ins Wasser hüpfen könnte, sonderte ich mich mit Didem und Bettina, einer anderen deutschen Kollegin, an. Wir waren nur mehr auf der Suche nach einem kleinen Restaurant oder Kaffee oder dergleichen, wo Didam ihre Süßspeise (Crepes) bekommen konnte, ich etwas salziges, und Bettina einen Tee. Fast hatten wir die Suche nach einer Lokalität, die diesem Konsens entsprach, aufgegeben, da fanden wir sie doch. Didam bekam ihre Schokoladen-Crepe, Bettina ihren Tee und ich bestellte mir einen "Toast". Was aber nicht wirklcih ein Toast in usnerem Sinne ist, sondern eher ein getoastetes Baguettebrot, in dem man sich nach Lust und Laune die Zutaten aussuchen kann, was hineinkommen soll. Der Kellner schien sich allerdings ein wenig verwundert über meine Order zu belustigen, als ich ihm Tomaten, weißen Käse und Schinken ansagte. "You really want this???".
Die Rückfahrt verschlief ich - und die meisten anderen - wieder TOTAL und wachte erst auf, als wir bereits in Thessaloniki eingefahren waren. Saumüde wollte ich nur ins Bett. Dann kam der Vorschlag, noch in der Stadt wegzugehen. Nein, keine Chance, ich will ins Bett. Im Heim war zu allem Überfluss auch kein warmes Wasser zum Duschen, was meine Stimmung auch nicht hob. Grummelig schmiss ich mich aufs Bett und chattete noch kurz mit meinem lieben Hansemann, der gerade bei Recherchenarbeit für die Schule war und offensichtlich auch nicht so viel Interesse an einer Unterhaltung mit mir hatte.
Antonia kam: "Also, du willst heute SICHER NICHT weg?" "naja...wenn warmes Wasser da wäre...." Plötzlich war die Dusche doch wieder so einigermaßen warm. Also Duschen und los, ab in die Stadt. Wir waren dann eine Gruppe von ca. 12 Leuten, irgendwann unterwegs waren wir dann nur mehr 5, dann liefen wir dem nervenden Italiener davon und waren nur mehr 4, gingen mit 3 Griechen zu einem Club und so waren ich zum ersten Mal, seit ich hier bin, hauptsächlich unter Griechen und nicht mehr nur Erasmus-Studenten.
Gegen 4 Uhr in der Früh brachten wir Bethe nach Hause und gegen dreiviertel 5 Uhr kehrten Antonia und ich in unser Studentenheim zurück, nach einem ein bisschen verrückten, aber im Großen und Ganzen doch sehr amüsanten Tag!
Natürlich waren wir wieder mit dem guten Vorsatz, nicht zu lange zu bleiben, zur Party gegangen. Denn wieder stand am nächsten Wochenende ein Daytrip an, diesmal zur Alistrati Cave (eine Tropfsteinhöhle) östlich von Thessaloniki. Und noch einmal so etwas zu erleben, wie das Einnicken im Museum bei Vergina, das musste meinem Vorsatz nach nicht mehr sein.
Antonia bekam schließlich einen langen, lila Pullover von mir geborgt, wonach wir beinahe als Zwillinge zur Party kamen. Nach dem Bier brachte ich den Wermut, dem wir anffangs noch etwas skeptisch gegenüberstanden, mit Wasser ordentlich verdünnt schmeckte er dann aber doch nicht so schlecht, unsere beiden Tschechen fanden ihn sogar richtig gut.
Mit Karl, dem Esten aus unserem Sprachkurs und Didem, der Türkin, fand ich mich dann plötzlich in einem höchst politischen Gespräch über Politik, zwischenstaatliche Beziehungen und politische Bedrohungszenarien - vorrangig Estland, Russland und die Türkei und Griechenland betreffend.
Ich denke, es war dann doch bereits gegen halb Drei Uhr in der Nacht, als Dominika, unsere Tschechin, zu mir meinte, sie werde jetzt doch besser ins Bett gehen, um morgen ausgeschlafen zu sein. Vernünftigerweise stimmte ich zu und wir begaben uns auf unsere Zimmer.
Das Aufstehen am nächsten Morgen - um halb Acht Uhr, war zwar mühsam, aber weniger schwer, als ich befürchtet hatte. Glücklicherweise war die Fahrt zu der Höhle knapp über 2 Stunden - die wir auch mit Schlafen verbrachten.
Und dann der Besuch der Tropfsteinhöhle: Der war nämlich wirklich faszinierend, da war all die Müdigkeite vergessen, als wir ca. 1 km durch den Gang geleitet wurden. Irgendwie kam ich mir vor wie in einem Märchen im Reich eines Zwergenköniges unter der Erde, lediglich ein Thron und die Zwerge selbst (vielleicht noch ein paar Edelsteine) fehlten, um das Bild der gliternden, malerisch beleuchteten meterhohen Stalagtiten und Stalagmiten zu ergänzen.

Bild entnommen: www.alistraticave.gr
Der anschließende 2-stündige Aufenthalt in "Drama", der dann folgte, hatte für uns nicht mehr recht viel Reiz. Nach einem Spaziergang durch einen Park, der im Sommer mit seinen Wasserläufen sicher einigen Reiz hat, vor allem, weil man dann auch ins Wasser hüpfen könnte, sonderte ich mich mit Didem und Bettina, einer anderen deutschen Kollegin, an. Wir waren nur mehr auf der Suche nach einem kleinen Restaurant oder Kaffee oder dergleichen, wo Didam ihre Süßspeise (Crepes) bekommen konnte, ich etwas salziges, und Bettina einen Tee. Fast hatten wir die Suche nach einer Lokalität, die diesem Konsens entsprach, aufgegeben, da fanden wir sie doch. Didam bekam ihre Schokoladen-Crepe, Bettina ihren Tee und ich bestellte mir einen "Toast". Was aber nicht wirklcih ein Toast in usnerem Sinne ist, sondern eher ein getoastetes Baguettebrot, in dem man sich nach Lust und Laune die Zutaten aussuchen kann, was hineinkommen soll. Der Kellner schien sich allerdings ein wenig verwundert über meine Order zu belustigen, als ich ihm Tomaten, weißen Käse und Schinken ansagte. "You really want this???".
Die Rückfahrt verschlief ich - und die meisten anderen - wieder TOTAL und wachte erst auf, als wir bereits in Thessaloniki eingefahren waren. Saumüde wollte ich nur ins Bett. Dann kam der Vorschlag, noch in der Stadt wegzugehen. Nein, keine Chance, ich will ins Bett. Im Heim war zu allem Überfluss auch kein warmes Wasser zum Duschen, was meine Stimmung auch nicht hob. Grummelig schmiss ich mich aufs Bett und chattete noch kurz mit meinem lieben Hansemann, der gerade bei Recherchenarbeit für die Schule war und offensichtlich auch nicht so viel Interesse an einer Unterhaltung mit mir hatte.
Antonia kam: "Also, du willst heute SICHER NICHT weg?" "naja...wenn warmes Wasser da wäre...." Plötzlich war die Dusche doch wieder so einigermaßen warm. Also Duschen und los, ab in die Stadt. Wir waren dann eine Gruppe von ca. 12 Leuten, irgendwann unterwegs waren wir dann nur mehr 5, dann liefen wir dem nervenden Italiener davon und waren nur mehr 4, gingen mit 3 Griechen zu einem Club und so waren ich zum ersten Mal, seit ich hier bin, hauptsächlich unter Griechen und nicht mehr nur Erasmus-Studenten.
Gegen 4 Uhr in der Früh brachten wir Bethe nach Hause und gegen dreiviertel 5 Uhr kehrten Antonia und ich in unser Studentenheim zurück, nach einem ein bisschen verrückten, aber im Großen und Ganzen doch sehr amüsanten Tag!
Mittwoch, 30. Jänner 2008
Kino & Shopping-Mall
Am Vormittag gingen wir zu unserer Sekretärin der Language School und baten sie, uns bezüglich eines Kinobesuchs zu beraten. Prompt checkte sie für uns das Programm und rief sogar im Kino an.
Aufgrund der Location - in einer Shoppingmall, dem Mediterranean Cosmos - machten wir uns schon etwas früher auf den weg, um uns dort noch etwas umgucken zu können. Große Begeisterung über die Größe des Einkaufszentrums und der Entschluss, bald wiederherzukommen folgten. Nicht zuletzt, weil gerade Abverkauf ist, und die Sachen echt billig! Zum Einkaufen ist es hier allgemein wesentlich besser als daheim!!!
Der Kinofilm - wie üblich auf Englisch mit Griechischen Untertiteln - war nicht soooo wirklich meines: Zu polarisierend wurde der Verdienst der Amerikanischen Waffenlieferungen an Afghanistan zum Kampf gegen die Sowjetunion dargestellt, und der Schlussatz, der ca. etwas wie "We did so great, we just messed it up in the end" (der großartige amerik. Verdienst zur Befreiung Afghanistans, leider dann kein Geld mehr für den Bau von Schulen eingesetzt) lautete, war halt absolut nicht mein Ding... Vllt. lediglich Propaganda zum Aufpolieren eines angeschlagenen Images der Kriegsführung :-/
Auch heute fuhren wir dann nach dem Sprachkurs noch mal raus zum Mediterranean Cosmos, um uns intensiver umzusehen. Meine Freunde darüber, dass hier die Dinge, die ich anprobiere, zu 80 % auch perfekt passen, teilten nicht alle. Die meisten sind mit den Größen hier nicht zufrieden, aber vorallem die Hosengrößen finde ich toll!
Heute würde die nächste Party anstehen, morgen wäre ohnehin frei. Allerdingsbin ich schon ein wenig müde, morgen könnten wir außerdem einen Auflug ans Meer ausßerhalb der Stadt machen, wenn wir nicht den ganzen Tag verschlafen.
Ein Erzbischof ist nämlich vor 2 Tagen verstorben, wodurch Trauertage eingelegt sind (civil service has off). Und somit kein Sprachkurs morgen.
Aufgrund der Location - in einer Shoppingmall, dem Mediterranean Cosmos - machten wir uns schon etwas früher auf den weg, um uns dort noch etwas umgucken zu können. Große Begeisterung über die Größe des Einkaufszentrums und der Entschluss, bald wiederherzukommen folgten. Nicht zuletzt, weil gerade Abverkauf ist, und die Sachen echt billig! Zum Einkaufen ist es hier allgemein wesentlich besser als daheim!!!
Der Kinofilm - wie üblich auf Englisch mit Griechischen Untertiteln - war nicht soooo wirklich meines: Zu polarisierend wurde der Verdienst der Amerikanischen Waffenlieferungen an Afghanistan zum Kampf gegen die Sowjetunion dargestellt, und der Schlussatz, der ca. etwas wie "We did so great, we just messed it up in the end" (der großartige amerik. Verdienst zur Befreiung Afghanistans, leider dann kein Geld mehr für den Bau von Schulen eingesetzt) lautete, war halt absolut nicht mein Ding... Vllt. lediglich Propaganda zum Aufpolieren eines angeschlagenen Images der Kriegsführung :-/
Auch heute fuhren wir dann nach dem Sprachkurs noch mal raus zum Mediterranean Cosmos, um uns intensiver umzusehen. Meine Freunde darüber, dass hier die Dinge, die ich anprobiere, zu 80 % auch perfekt passen, teilten nicht alle. Die meisten sind mit den Größen hier nicht zufrieden, aber vorallem die Hosengrößen finde ich toll!
Heute würde die nächste Party anstehen, morgen wäre ohnehin frei. Allerdingsbin ich schon ein wenig müde, morgen könnten wir außerdem einen Auflug ans Meer ausßerhalb der Stadt machen, wenn wir nicht den ganzen Tag verschlafen.
Ein Erzbischof ist nämlich vor 2 Tagen verstorben, wodurch Trauertage eingelegt sind (civil service has off). Und somit kein Sprachkurs morgen.
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