Samstag, 17. Mai 2008

9. Mai: Erasmus-Day

An uns Erasmus-Studenten war eine Aussendung per E-Mail erfolgt, ob sich ein paar bereit erklären würden, ihre Heimatuniversitäten kurz auf diesem Erasmus-Day zu präsentieren.
Ebenso wie Helena meldete ich mich. Helena berichtete mir, dass ihr Mitbewohner, der sich ebenfalls gemeldet hatte, bereits wie verrückt am Herumbasteln an einer Power Point Präsentation sei. 2 h bevor die Veranstaltung anfing bekam ich ein schlechtes Gewissen und managte es dann doch noch, innerhalb von 1h meinen Kurzvortrag inklusive Power Point fertigzustellen.
Als wir (nach endlos langem Suchen) endlich den Vortragsraum gefunden hatten, gleich 2 Überraschungen: Das war keineswegs eine kleine Veranstaltung, wie wir es uns vorgestellt hatten!!! Da waren, so überschlug ich, ca. 200 Leute anwesend. Es war ein großer Lehrsaal und die gesamte Aufmachung - sowohl des Raumes, der mit Mikrofonen ausgestattet war, der Kameramann, als auch die Leute, die der Veranstaltung einen offiziellen Anstrich geben sollten (Universitätspersonal im Anzug) - entsprach nicht unseren Vorstellungen dieses Abends. Schlagartig war ich froh, mir mein beiges Sakko angezogen zu haben, wegen dem mich Tona zuvor noch ein bisschen belächelt hatte.
Die nächste Überraschung war: Man konnte gar keinen Beamer für eine Power Point Präsentation benutzen, weil die Leinwände bereits für eine Einspielung des Universitätslogos besetzt waren. Nun stand ich praktisch wieder ohne Vorbereitung da, was mich ein wenig beunruhigte. Helena war zu müde und würde nicht kommen. Außer mir...hauptsächlich Südeuropäer, die sich gar keine Gedanken gemacht hatten, was sie da draußen dann erzählen würden. Gut, das beruhigte mich schon etwas. Alexandra, die Niederländerin, setzte sich neben mich und mit ihr beriet ich mich noch kurz, was zu sagen sei. Es würde schon klappen.
Ich war die 3. auf der Liste, die zum Reden hinausgehen sollte. Die ersten beiden wurden aufgerufen. Erschienen nicht. Vermutlich hatten sie genauso wie ein Bekannter von mir, ein Franzose, der später hinausgehen hätte sollen, Muffensausen bekommen, als sie den offiziellen Anstrich gesehen hatten.
Ich war also die erste, die die Ehre hatte zu sprechen. Und eigentlich wars dann auch gar nicht so schlimm. Einige meiner Statements sorgten für unheimliche Erheiterung und Applaus erntete ich für: "And at our dormitories in Klagenfurt, the parties are LEGAL. And we have fun!" (Anmerkung: Parties in den Studentenheimen sind prinzipiell laut Administration verboten! In erster Linie, weil die Nachbarn dann immer die Polizei rufen, aber auch, weil sich einige Leute leider trotz ihres Alters nicht zu benehmen wissen).
Nach der Veranstaltung eine Überraschung - wie angekündigt - und die war wirklich toll: Sie hatten im Hof zwischen dem Neuen Philosophiegebäude und dem Verwaltungsgebäude (eine Größe, die ca. einem Sportplatz entspricht) ein Buffet errichtet. Weiß umkleidete Tische und Sessel standen bereit und vorerst wagten sich viele nicht, dort Platz zu nehmen, weil wir annahmen, das sei nur für die "Ehrengäste". Und das Buffet war einfach der Wahnsinn!
Denis und Tona beim Schlemmen ...

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